Montagspost

In der Rechtspraxis und auch in der Rechtswissenschaft ist es von entscheidender Bedeutung, sich laufend über aktuellste BGH-Rechtsprechung zu informieren. Derzeit besteht für Rechtswissenschaftler*innen, Rechtspraktiker*innen und Studierende nur die Möglichkeit, Sekundärquellen wie Zeitschriften, Pressemitteilungen und Blogbeiträge zu verfolgen. Damit verbunden sind Zeitverzögerungen, eine Selektion der für „wesentlich“ erachteten Entscheidungen und teils auch eine Selektion der wiedergegebenen Textabschnitte. An dieser Stelle setzt der Dienst „Montagspost“ an.

Die „Montagspost“ liefert den registrierten Nutzern die in der Vorwoche veröffentlichten Entscheidungen des BGH in deren E-Mail-Postfach. Jede*r Nutzer*in kann dabei detailliert konfigurieren, welche Entscheidungen ihm/ihr zugeschickt werden soll.

Dieser Dienst nimmt Anleihe an der gleichnamigen, langjährigen Praxis am Bundesgerichtshof und entwickelt diese weiter: Am BGH werden den Richter*innen und Wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen die in der Vorwoche ergangenen Entscheidungen der anderen Senate als sogenannte „Montagspost“ zugeschickt. Als Teil eines Forschungsprojekts wird diese „Montagspost“ kostenfrei nun für alle Interessent*innen geöffnet und um detaillierte Konfigurationsmöglichkeiten erweitert.

Eine zentrale Forschungsfrage ist dabei, welche (Meta-)Informationen sich automatisiert aus den im PDF-Format übermittelten Entscheidungen des BGH extrahieren lassen. Dies spiegelt sich dann – soweit sinnvoll – wider in Auswahlmöglichkeiten für die Nutzer dieses Dienstes, an welchen Entscheidungen sie zukünftig interessiert sind und die sie sich proaktiv zuschicken lassen möchten. So lassen sich neben Senat und Registerzeichen beispielsweise aus den Entscheidungen auch die Leitsätze und die zugehörigen Normenketten extrahieren. Dies ermöglicht es den Nutzern, sich zukünftig alle Leitsatzentscheidungen zuschicken zu lassen, die im Leitsatz auf das BDSG, das TMG oder auch die StPO Bezug nehmen.

Dieser Dienst wird vom Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes unter der Leitung des Lehrstuhls von Prof. Dr. Georg Borges und der Juniorprofessur von Jun.-Prof. Dr. Dominik Brodowski (zugleich Projektinitiator) in Zusammenarbeit mit dem Bundesgerichtshof betrieben. Für Vollständigkeit, Authentizität und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Montagspost
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